Johanna Quandt ist verstorben
Allen, die jetzt vor Neid triefend, eine möglichst hohe Erbschaftssteuer fordern oder am liebsten gleich die Enteignung, setze ich ein paar Sätze entgegen:
Wenn man sich anschaut, welche deutschen Unternehmen auf Dauer die erfolgreichsten sind, dann sind das inhabergeführte Familienunternehmen oder Aktiengesellschaften mit konstanter Mehrheit durch Familien. Unternehmer halt, nicht angestellte Manager ohne persönliches Risiko.
BMW, Henkel, Aldi und natürlich VW. Konstantes Wachstum über Jahrzehnte. Damit Arbeitsplätze, Steuern (Unternehmen und Beschäftigte) und langfristige Planungssicherheit.
Wer die Besitzerfamilien in seiner neidtriefenden Dummheit besonders besteuern oder sogar enteignen möchte, kann das poltisch in der aktuellen Stimmung vielleicht sogar durchsetzen, aber damit öffnet er auch die Tür für alle Finanzinvestoren, die draussen warten und sich die Filets rauspicken. Ein paar Jahre “Kosten” senken, Unternehmensteile abspalten, dann die Produktion in ein Billigland verlagern und die Reste verhökern. Ist ja nichts neues. Hauptsache die Investoren haben was davon und nach fünf Jahren zieht man sowieso weiter, weil alles ausgesaugt ist.
Viele derjenigen, die jetzt gegen die Familie Quandt geifern, können sich dann über ALG II beklagen. Aber Hauptsache, den “Oligarchen” hat man es gezeigt.
Die Deutschen sind halt kein Volk von Unternehmern, sondern ein Volk von dummen Nörglern und Neidern, die den Zusammenhang zwischen Erfolg und Risiko nicht sehen wollen und nicht verstehen, dass das monatliche Gehalt nicht vom Himmel fällt, sondern auf einer konkreten Wertschöpfung basiert.
Das Urmeter ist zerbrochen
SEIT MONATEN ERLEBEN WIR EINE NIEMALS FÜR MÖGLICH GEHALTENE DISKREPANZ ZWISCHEN MEDIENBERICHTEN UND DER GEFÜHLTEN WAHRHEIT DER BEVÖLKERUNG. DIE UKRAINE KRISE HAT ETWAS INS ROLLEN GEBRACHT, WAS DIE GLAUBWÜRDIGKEIT UND DIE SERIÖSITÄT DER “VIERTEN GEWALT” IM LAND NACHHALTIG ERSCHÜTTERT.
Ich frage mich mittlerweile, was von den Dingen, die ich seit meiner Kindheit gehört und niemals hinterfragt habe wirklich stimmt und was uns einfach als “Wahrheit” vorgesetzt wurde, um Interessen zu bedienen und schlicht eigene Süppchen zu kochen. Insbesondere die Bewertung des “Kalten Kriegs” und der Beteiligten ist vollkommen im Fluss. Es ist nichts mehr gesetzt, ich stelle alles in Frage. Das Urvertrauen ist hin. Das Urmeter, die absolute Bezugsgröße aller Nachrichten, aller Bücher, Lehrmaterialien in Schule und Studium, zerbrochen.
Der Spiegel, seit Anfang der 70er Jahre eine unangefochtene Instanz der Wahrheit für mich. Die Zeit, die Frankfurter Rundschau, alle linksliberalen und fortschrittlichen Blätter. Die tagesschau als höchste moralische Instanz, allein der Wahrheit verpflichtet.
Alles perdu.

Es ist nicht nur die offensichtliche Propaganda zur Ukraine, es ist die dauernde Hetze gegen alles, was eine abweichende Meinung vertritt. Es ist unerträglich, wie deutsche Medien, die Bevölkerung bevormunden, ihr sagen, was gut und richtig ist und alles andere verdammen und wahlweise mit dem Bannstrahl des “Rechtspopulismus” oder dem Ausdruck “Putin-Versteher” belegen. Der Aufruf der 60 alten Herrschaften, die sich gegen die westliche Ukraine-Politk und vor allem gegen die Kriegsrhetorik in den Medien wandten, wurde kurzerhand z.B. bei Spiegel Online totgeschwiegen. Hat niemals stattgefunden. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es dazu interne Diskussionen gab, denn die Namen der Unterzeichner waren zu beeindruckend. Dann heute eine kurze Notiz, die Berichte zur Sonntagsdemo in Berlin am 14.12, waren schon geschrieben, bevor diese Demo überhaupt stattfand.
Alles Symptome für eine Medienwelt im Umbruch, für eine notwendige Neubewertung von Inhalten und für eine Neuverteillung der Deutungshoheit. Zum Glück - und das ist es wirklich - gibt es mittlerweile durch das Internet eine Alternative in Berichtstattung und Nachrichtenrezeption, die mediale Lügen aufdeckt, die Verdrehungen und Hetze entlarvt. Wer eine einigermaßen belastbare Allgemeinbildung besitzt, kann den Angriff der Propagandamedien erkennen und parieren.
Ein paar klare Worte dazu von Jakob Augstein, dessen Meinung ich in den seltensten Fällen teile und den ich absolut nicht leiden kann, aber wenn jemand recht hat, erkenne ich das selbstverständlich an, auch wenn er meist auf der anderen Seite der Barrikade steht.
2012 - Ein Anachronismus
Der Titel dieses Blogs ist immer noch 2012. Das wird auch so bleiben, denn ich habe ihn im Jahr 2012 angefangen. Seit ca. einem Jahr schreibe ich kaum noch hier, denn ich habe einen neuen Blog über das Leben, die Welt, Kultur und viel Politik - inklusive Netzpolitik angelegt.
Wer Lust hat, möge mal hereinschauen. Neue Beiträge kommen unregelmäßig hinzu, Kommentare sind willkommen!

Laufwerktisch mit einer Buchenplatte, die auf einem Fahrradschlauch ruht. Durch aufpumpen des Schlauchs lässt sich der Grad der Dämpfung abstimmen, so dass Trittschall nicht mehr zum Plattenspieler durchdringen kann.
Allerheiligen 2013
… wie ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung habe.
Grau, kalt, nass und so ungemütlich, dass ich mir nur wenige Dinge vorstellen kann, die mich bewegen auch nur einen Fuß aus dem Haus zu setzen.

Aber das macht mir heute nichts mehr aus. Im Gegensatz zu früher.
Vor der Wahl - die Gruenen
Die Grünen in Deutschland sind aktuell bei 10%, bleibt es so, wäre es die Chance, nach der Wahl die verbissenen Altideologen an der Spitze in Rente zu schicken und mit ein paar neuen, unverbrauchten Nasen neu anzufangen. Und nebenbei von der Absicht, um jeden Preis den neuen Menschen zu erziehen, Abstand zu nehmen.

Vielleicht hatte die bisherige Führung um Trittin, Künast & Co bisher gedacht, der/die/das Wähler*innen würde ihre Steuererhöhungspläne und ihre Ignoranz gegenüber den Pädophilengeschichten in ihren eigenen Reihen locker schlucken, aber anscheinend ist das nicht der Fall. Zum Glück!
Ich vermute, sie sind auf dem Weg nach unten jetzt bei ihren Hardcore-Stammwählern angekommen, Wechselwähler werden sich nur wenige für sie entscheiden, z.B. wg. s.o.. Ausserdem glaube ich, die Themen Energiewende, Schwulenehe oder Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare werden vom Großteil der Bevölkerung längst nicht (bzw. nicht mehr) als so wichtig angesehen, wie von grünen Funktionären angenommen.
Da sieht homo normalis im Land eher die steigenden Strompreise z.B. zur Vorhaltung teurer konventioneller Kraftwerkskapazitäten aufgrund einer schwankenden Versorgungslage mit Windenergie und weniger die Gefahren durch einen Tsunami, der nach einem Seebeben das AKW Brunsbüttel trifft. Und was die anderen Punkte betrifft, aktuell ist sind die meisten Bewohner Deutschlands tatsächlich immer noch weiss und hetero, sehr viele davon haben sogar Kinder und sind verheiratet und unterscheiden sich so von vielen Grünen in Führungspositionen innerhalb ihrer Partei, weil die anscheinend andere persönliche Lebensformen favorisieren. Hinzu kommt, dass es tatsächlich Eltern gibt, deren privater miteinander vereinbarter Lebensentwurf beinhaltet, dass die Mutter sich zunächst einmal selber um die Kinder kümmert, während der Vater arbeitet. Für die grüne Ideologie - aktuell formuliert in “Hello KiTa” und “Meine Mudda wird Chef”, die beide an Peinlichkeit nicht zu überbieten sind und überdeutlich an der Lebensrealität der allermeisten Menschen vorbei gehen - und große Teile der veröffentlichten Meinung ist das das Weltbild der strikten Anti-Moderne, konservativ im Sinne von rückständig, reaktionär und daher dringend korrekturbedürftig. Mütter, die sich dafür entscheiden, werden übelst als “Heimchen” diffamiert. Der Umstand, dass Demokratie auch immer Wahlfreiheit beinhaltet, wird gnadenlos ausgeblendet.
Eine gute Beschreibung der Positionen habe ich in der Rezension eines aktuellen Buches zu dem Thema gefunden.
Daher freue ich mich über die 10% und hoffe, es bleibt dabei. Ich werde die schlechte Laune von Frau Künast, Trittins arrogantes Grinsen und Claudia Roths Sympathien für anatolische Volkstänze nicht vermissen.
September 2013


