Was 2012 bewegt ...

Die Reihenfolge ist beliebig, die Positionen wechseln je nach aktueller Großwetterlage. Eine Lösung wird es in diesem Jahr kaum geben. Ebensowenig konkrete Hilfe oder Rezepte … aber jede Menge Anleitungen zum Ünglücklichsein. Und Sündenböcke.

Und natürlich diejenigen, die das alles bezahlen.

Eine Prognose wage ich trotzdem. Das System Merkel wird kollabieren, Landtagswahlen, der Abtritt des kleinen Franzosen und vor allem die Ausweitung der realen Krise auf andere Euro-Länder wird zeigen, dass reaktive Politik des weiter so einschl. ESM nicht die Lösung ist, sondern das Problem. Das System ist schon verunsichert.

  • Euro, EU, Schulden. Europas Krise in Wirklichkeit als Krise der Völker gegenüber den Institutionen, die ihr Leben bestimmen, aber auf legalem Weg weder (an)greifbar, noch wählbar sind. Zu wählen auch nicht. Oder als Krise der Banken, die sich nicht scheuen, für sich sofortige Systemrelevanz zu fordern und daher keinesfalls in die Pleite schlittern dürfen. Der Anleger muss schliesslich geschützt werden. Selbst, wenn er selber nicht in seine marode Anlage investieren will, sondern das gerne dem Gemeinwesen überlässt. Ist das Kapitalismus mit sozialistischen Elementen? Es köchelt schon.
  • ACTA und Konsorten. Einschränkung der Freiheit, Generalangriff auf die Bürgerrechte, endlich Sicherheit für die Urheber geistigen Eigentums, Eindämmung der Kriminalität im Internet. Urheberrechte, von Organisationen vertreten, gehen vor Bürgerrechten. Vielleicht sogar vor Menschenrechten.
  • Die GEMA und der Konflikt mit der Moderne (youtube ist nur ein Symptom). Dazu sehr entlarvend dies
  • Salafisten und aufrechte Deutsche von (derzeit noch) Pro NRW, die sich freuen, aufeinander zu treffen. Mohammed-Karikaturen sind nicht erwünscht, die Aktion “Lies” bittet darum, zu vermeiden, ihren Namen englisch auszusprechen. ….
    Natürlich haben es die aufgeklärten Atheisten schon immer gewusst.
  • Rechtspopulisten im selben Topf mit Rechtsradikalen. Der Mainstream sieht, wenn überhaupt, nur marginale Unterschiede. Nur, dass Populismus eine gewisse positive Resonanz in der Zielgruppe, meint das Volk, weckt. Darf natürlich im politisch korrekten Deutschland nicht sein. Immerhin haben wir aus der Geschichte gelernt, dass es mal Nazis gab, die unglaubliche Verbrechen verübt haben. Wenn man der Terminologie folgt, können das allerdings keine Deutschen gewesen sein, sonst würde man ja klar von Deutschen schreiben. Jedenfalls haben wir gelernt, auch wenn wir gar nicht betroffen waren (s.o.) und nutzen dies, alles nach rechts zu schieben, was unseren Ansichten zu Völkerverständigung, Toleranz, die Alternativlosigkeit des ESM und die Höhe von Minaretten widerspricht. Und wenn ein immer größerer Teil der Bevölkerung das anders sieht, werden wir uns überlegen müssen, wie mit diesen Menschen umzugehen ist.
    Rechtsradikale? Ein Blick in das Gesicht unter der Glatze reicht, um die allumfassende Beschränktheit hinter der Stirn festzustellen. Ignorieren könnte eine Alternative sein. Eine Demo und niemand schaut hin…. Ich weiss, das darf man nicht, wir sind ja Antifa….
  • Die Landtagswahlen, allem voran, das Auftreten der Piraten. Meine Meinung war anfangs, Piraten werden an den Rahen einer könglichen Fregatte aufgeknüpft, was vielen sehr radikal und unsachlich erschien. Aber jetzt habe ich (hoffentlich in die richtige Richtung) dazugelernt, mein NRW-Kreuzchen gemacht und meinen stillen Twitteraccount wieder reaktiviert (@mgk61).

Fazit: 2012 wird vermutlich noch chaotischer als 2011. Machen wir was daraus!