Ich bin zornig heute. Wegen dieser Frau. Nein, nicht wegen dieser Frau als Mensch und Hauptdarstellerin ihrer Inszenierung. Sondern wegen des Erfolges, den sie mit dieser Inszenierung hat. Bei der Presse zum Beispiel.
Unisono bekommt sie Raum ohne Ende die Republik mit ihren Befindlichkeiten zu langweilen. Redaktionen stürzen sich darauf, geben ihr Platz auf Seite Eins. Oder im Web auf dem Startbildschirm.
Dabei ist die Zeitung ganz weit vorne, die ihren Mann und damit sie in die verdiente Bedeutungslosigkeit geschrieben hat.
Ich frage mich, will sie ihr Buch pushen, sie hat neuerdings den Titel Unternehmerin, als Gründerin einer Agentur. Will sie zurück ins Rampenlicht? Diesmal allein, denn ihr früherer Türöffner ist für Jahre ‘draußen aus dem rechte-Tasche-linke-Tasche Politik- und Postentauschspiel. Vielleicht fehlt es ihr. Und da braucht es eigene Publicity. Und eine Presse, die ihr begeistert eine Plattform bietet. Vor allem, wenn sie als einsame Streiterin für ihre Rechte und die ihrer Kinder auftritt und dabei keine Scheu hat, selbst Google anzugehen. Wir brauchen das anscheinend, denn die wirklich wichtigen Themen werden dafür zurückgestellt oder als “alternativlos“ abgefertigt.
Im Februar habe ich gewettet, sie wird am Jahrestag des Rücktrits ihres Mannes auch von ihm zurückgetreten sein, denn er kann ihr nicht mehr bieten, als ein Klinkerhaus in Großburgwedel. Sein Abgang eine einzige Peinlichkeit, was ihm vorgeworfen wurde, Klein-Klein. Hätte er ein paar Millionen verballert, es hätte einen gewissen Stil gezeigt. Aber es waren nur ein paar Tausender, die Aufregung galt nur seiner peinlichen Auftritte dazu. Und sie mittendrin. Nächstes Jahr bei der Trennung sehen wir sie wieder. Ich vermute, ein Industrieller aus dem Ausland wird dabei eine Rolle spielen.
Aber bis dahin bitte wieder zurück in die verdiente Bedeutungslosigkeit, denn wer zum Teufel ist Bettina Wulff?
Zornig!